Cuñape sind kleine Brötchen aus Käse und Maniok. Sie stammen aus dem Osten Boliviens, dem Oriente, und werden traditionell im Holz- oder Lehmofen gebacken. Man isst sie meist zur Teezeit, oft mit einer Tasse Kaffee. Ähnliche Brötchen aus Maniok findet man auch in Paraguay, Brasilien (Pão de queijo), Argentinien, Ecuador und Kolumbien.
Cuñape war die erste bolivianische Spezialität, die ich probiert habe. Und definitiv eine meiner liebsten, wenn nicht meine allerliebste. Das war bei meiner ersten Bolivien Reise am allerersten Tag in La Paz. Ein Tag voller neuer Eindrücke und Staunen. Was gibt es da Besseres als einen kleinen Snack zwischendurch, in einem kleinen Café, von wo aus ich die Stadt beobachten konnte?
Das Beste am Cuñape: Man kann sie auch in der Schweiz ganz gut nachbacken. Am schwierigsten zu finden ist wahrscheinlich die Maniokstärke (auch Yucastärke oder Tapiokastärke genannt). El resto es cuñape comido (pan comido) – der Rest ist ein Kinderspiel.
Hier unser Rezept:
Zutaten
- 250 g Maniokstärke (findet man in Asia- und/oder Lateinamerika- Läden)
- 250 g Käse gerieben (San Javier oder queso del campo in Bolivien, Gouda in der Schweiz)
- 50 g Butter
- 4 EL Milch (je nach Teig)
- ½ EL Salz (je nach Käse)
- 1 Ei
Zubereitung
- Den Käse reiben (oder gerieben kaufen) und mit der Maniokstärke vermischen. Die Butter (geschmolzen oder weich) dazugeben und mit den Händen verkneten, bis alles gut verbunden ist.
- Das Ei hinzufügen. Wenn der Teig zu trocken ist, Milch dazugeben.
- Ist der Käse sehr salzig, empfehle ich, kein zusätzliches Salz zu verwenden.
- Der Teig sollte nicht zu klebrig sein, damit sich kleine Kugeln formen lassen. Falls er klebt, etwa 10 Minuten ruhen lassen.
- Die Kugeln mit etwas Abstand auf das Blech legen, da sie im Ofen aufgehen.
- Im vorgeheizten Ofen bei 180–200 °C etwa 15–20 Minuten backen, bis sie goldbraun, aber nicht trocken sind.


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